Excentration: Das patentierte Verfahren, das den Weg freimacht.

Visualisierung einer Kompetenz, die aus dem Zentrum eines Musters verschoben wird

Was bedeutet Excentration im Coaching-Kontext?

Excentration bezeichnet die gezielte Verschiebung einer dominanten Kompetenz aus dem Zentrum des Verhaltensmusters – ohne diese Kompetenz zu schwächen, zu eliminieren oder abzuwerten. Der Begriff leitet sich vom lateinischen „ex centro" ab: aus der Mitte heraus. Was bisher automatisch und unausweichlich im Zentrum jeder Reaktion stand, wird an einen neuen Platz gesetzt – von einem dominanten Automatismus zu einem bewusst abrufbaren Werkzeug.

Das klingt einfacher, als es ist. Denn eine Kompetenz, die jahrelang im Zentrum stand, hat tief in neuronalen Strukturen Spuren hinterlassen. Sie hat Reaktionszeiten verkürzt, alternative Pfade verdrängt und sich als Standard etabliert. Excentration ist deshalb kein einmaliger Akt des Umdenkens, sondern ein strukturierter Prozess, der diese Strukturen schrittweise reorganisiert.

Warum ist dieses Verfahren patentiert?

Johannes Faupel hat Excentration als eigenständiges Visualisierungs- und Interventionsverfahren entwickelt und patentieren lassen. Das Patent schützt die spezifische Methode, mit der die dominante Kompetenz zunächst sichtbar gemacht, dann in ihrer Entstehung rekonstruiert und schließlich räumlich – das heißt im Selbstkonzept der betroffenen Person – neu verortet wird. Details zum Patent finden Sie unter Patent – Excentration-Visualisierungsverfahren.

Die Patentierung ist kein Statusmerkmal, sondern ein Hinweis auf die konzeptionelle Eigenständigkeit des Verfahrens. Excentration ist keine Kombination bekannter Techniken, sondern ein in sich geschlossenes Modell mit eigener Logik, eigenen Interventionsschritten und eigenen Wirkungskriterien.

Wie läuft der Excentration-Prozess konkret ab?

Der Prozess gliedert sich in drei Phasen, die in unterschiedlichem Tempo durchlaufen werden – abhängig von der Tiefe der Dominanz und dem Kontext, in dem sie sich zeigt.

In der ersten Phase wird die dominante Kompetenz präzise identifiziert. Das geschieht nicht durch Fragebogen allein, sondern durch strukturierte Gespräche, in denen konkrete Situationen der letzten Monate oder Jahre analysiert werden: Wann haben Sie sich zuletzt wirklich anders verhalten als gewohnt? Was hat dazu geführt? Was hat es verhindert? Durch diese Analyse entsteht ein klares Bild davon, welche Kompetenz dominiert – und in welchen Situationen die Dominanz besonders stark ist.

In der zweiten Phase wird die Entstehungsgeschichte der Dominanz rekonstruiert. Jede CHD hat eine Biographie. Wann hat die Stärke begonnen, andere zu verdrängen? Welche frühen Rückmeldungen haben die Schleife gestartet? Diese Rekonstruktion schafft Distanz: Die betroffene Person versteht, dass das Muster nicht ihr Wesen ist, sondern eine Geschichte, die unter bestimmten Bedingungen entstanden ist – und unter veränderten Bedingungen auch anders sein könnte.

In der dritten Phase werden alternative Kompetenzen reaktiviert. Nicht gelehrt – reaktiviert. Denn diese Fähigkeiten sind in den allermeisten Fällen vorhanden, nur systematisch unterbelichtet. Das Coaching schafft Situationen, in denen diese Kompetenzen sicher erprobt werden können: ohne Gesichtsverlust, ohne den Druck der realen Führungssituation, aber mit echtem Feedback. Mit der Zeit übernehmen diese Kompetenzen wieder Raum – und die dominante Fähigkeit tritt aus dem Automatismus heraus.

Dreiphasiges Modell des Excentration-Prozesses

Was ist nach dem Excentration-Prozess anders?

Nach einem abgeschlossenen Excentration-Prozess berichten Klienten typischerweise von einer neuen Qualität der Situationswahrnehmung. Wo früher unmittelbar eine Reaktion einsetzte, entsteht nun ein kurzer Moment der Wahl: Welche Kompetenz braucht diese Situation? Diese Pause ist kein Zögern – sie ist Handlungskompetenz auf einer höheren Ebene.

Führungskräfte, die den Prozess durchlaufen haben, beschreiben zudem eine Veränderung in der Wirkung auf andere. Mitarbeitende nehmen sie als zugänglicher wahr, ohne dass sie dabei an Entschlossenheit verloren hätten. Gespräche, die früher eskaliert sind oder in Sackgassen endeten, finden nun andere Ausgänge. Das Team entwickelt mehr Eigeninitiative, weil die dominante Kompetenz nicht mehr permanent den Raum besetzt.

Vertiefende Informationen zu Kompetenzhyperdominanz als Ausgangspunkt des Verfahrens finden Sie unter Kompetenzhyperdominanz – Wenn Ihre größte Stärke Sie bremst.

WennDann
Ihre dominante Kompetenz automatisch aktiviert wird, bevor Sie sich entscheiden könnenist Excentration der strukturelle Ansatz für dieses Muster
Sie wissen, was eine Situation braucht, aber Ihr Verhalten folgt einem anderen Impulsarbeitet Excentration an der Lücke zwischen Einsicht und Reaktion
Sie Ihre Stärke behalten, aber flexibler einsetzen wollenist Excentration präziser als allgemeines Verhaltens-Training
Kolleginnen und Kollegen Ihren Führungsstil als gleichförmig beschreibendeutet das auf eine CHD hin, die Excentration adressiert
Sie das Verfahren kennenlernen möchtenist ein erstes Gespräch unter 069 4800 8888 der direkteste Weg